Haben Sie das Ruder in der Hand? Wie die eigene Kontrollüberzeugung über unseren Erfolg bestimmt.

Wie erleben Sie Erfolge und Misserfolge und wie gehen sie damit um? Die Art wie wir uns Erfolge und Misserfolge unseres Handelns erklären gehört zu einem der wichtigen Merkmale, die unsere Persönlichkeit ausmachen und hat großen Einfluss auf unser Verhalten und unsere persönliche Entwicklung. Erfolge zu genießen und Misserfolge als Chance für Veränderung zu sehen – das erreicht derjenige, der die Ursachen für Erfolg oder Misserfolg bei sich selbst sucht. Wer sich die Ursachen dagegen überwiegend mit den äußeren Umständen erklärt, nimmt sich die Möglichkeit, zu lernen, sich zu verbessern und zu entwickeln.

Zum konstruktiven Umgang mit Misserfolgen

Psychologen unterscheiden in Zusammenhang mit der Art und Weise wie Menschen sich Erfolge und Misserfolge erklären zwischen der externalen und der internalen Kontrollüberzeugung. Eine Person, die sich die Ursachen für einen Erfolg oder Misserfolg mit den äußeren Umständen erklärt hat demnach eine externale Kontrollüberzeugung. Dagegen wird einer Person eine internale Kontrollüberzeugung zugeschrieben, wenn sie die Ursachen bei sich selbst sucht.

Zum einen kann ein Mitarbeiter, dessen Präsentation keinen Anklang gefunden hat die Schuld bei den Kollegen suchen, die aus seiner Sicht kein Interesse am Thema haben oder „sowieso immer gegen ihn sind“. Ein anderer Mitarbeiter sieht seine schlecht verlaufende Präsentation dagegen darin begründet, dass er sich nicht ausreichend auf das Thema, die Zielgruppe oder den Termin vorbereitet hat. Er sucht die Begründung für seinen Misserfolg also bei sich selbst, bei seinem Verhalten in der Vorbereitung. Er wird sich fragen, warum die Präsentation nicht gut verlaufen ist, was er anders hätte machen können und daraus für die nächste Präsentation lernen.

Der Mitarbeiter mit externaler Kontrollüberzeugung verliehrt an Selbstwirksamkeit. Er fühlt sich der Situation ausgeliefert, sucht die Schuld bei den anderen und verfällt eher in destruktive Verhaltensmuster. Der Mitarbeiter mit der internalen Kontrollüberzeugung hat dagegen eine viel bessere Ausgangsposition für seine persönliche Entwicklung. Er kennt seine Schwächen, ist sich seiner Fehler bewusst und kann so aktiv nach neuen Handlungsoptionen suchen.

Aus Erfolgen mehr machen

Auch beim Umgang mit Erfolgen spielt die Art der Kontrollüberzeugung für die Selbstwirksamkeit und die persönliche Entwicklung eine Rolle. Wer sich einen Erfolg dadurch erklärt, dass er einfach Glück gehabt hat oder die Rahmenbedingungen rein zufällig passten, wird eine erfolgreich bewältigte Aufgabe einfach so hinnehmen. Er wird sich nicht fragen, welches Verhalten zum Erfolg geführt hat und sich vermutlich in Zukunft wieder auf sein Glück verlassen.  Jemand der weiß, warum er erfolgreich ist, kann sich auch in neuen Situationen auf dieses Wissen verlassen, sich bewusst seiner Stärken bedienen und mit diesem Selbstbewusstsein die Chancen für einen erneuten Erfolg erhöhen.

Die eigene Selbstwirksamkeit erhöhen

Vor diesem Hintergrund lohnt es sich also, sich selbst genauer zu beobachten. Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf, wenn Sie einen Misserfolg zu verarbeiten haben? Was denken Sie, wenn Sie erfolgreich aus einer Situation gehen?

Neigen Sie zu externaler Kontrollüberzeugung und destruktiven Erklärungsmustern sollten Sie versuchen, den Blick vermehrt auf sich selbst zu richten. Machen Sie sich bewusst, dass es viel mehr Energie kostet und häufig sogar gar nicht möglich ist, die Mitmenschen und äußeren Einflüsse zu verändern. Nutzen Sie Ihre Energie daher eher dafür, Handlungsmöglichkeiten zu ermitteln, die in Ihrer Macht liegen und Wege zu finden, die Sie aktiv beeinflussen können. 

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